Nicht nur modern - Die Ecken mit Charme in Vilnius
An diesem Montag bin ich es etwas ruhiger angegangen. Nachdem ich aus meinem Bett aufgestanden bin und geduscht habe, habe ich unten im Eingangsbereich jemanden an der Rezeption sitzen sehen. Ich habe ihn direkt darauf angesprochen, die Situation mit meinem Bett zu klären.
Er hat mir wohl ein paar Minuten vorher auch eine Email geschrieben. Später lese ich darin: Er hat in einem Einzeiler gesagt, ich solle zur Rezeption kommen.
Sein Vorschlag: Ich ziehe in ein Einzelzimmer um. Zunächst bin ich ziemlich skeptisch, weil ich davon ausgehe, dass er mir auch einen höheren Preis dafür abknöpfen möchte. Aber ganz im Gegenteil: Ich soll für den normalen Preis einfach ein besseres Zimmer bekommen. Ich ziehe um, bezahle bei ihm mein Zimmer für etwa 35€ für 3 Nächte, plus einer Stadt-Steuer für Touristen von 2€.
Nachdem ich meine Sachen umgezogen habe, kann es losgehen: Zuerst sollte ich wohl etwas frühstücken. Dazu finde ich beim Umherlaufen einen Hesburger, einem finnischen Konkurrenten zu McDonalds, der größtenteils in Osteuropa zu finden ist.
Die Bestellung ist gar nicht so einfach. Das Menü ist ausschließlich auf Litauisch. Nachdem ich 20 Sekunden schweigend vor der Kassiererin stand, frage ich nach einem englischen Menü, das sie dann auch glücklicherweise hatte und unter der Theke herausholt. Ich entscheide mich für einen Hähnchen-Burger mit Bacon.
Während ich esse, kommen 3 Mädchen in meinem Alter herein. Sie sprechen miteinander Englisch - sind also wohl auch Touristen. Ich frage mich, ob ich sie ansprechen sollte, tue es dann aber in guter Gewohnheit doch nicht.
Weiter geht meine heutige Reise damit, dass ich mich auf die Suche nach sowjetischen Überbleibseln in der Stadt umschaue. Das ist aber gar nicht so einfach, da alle sowjetische Symbolik verboten ist.
Dennoch finde ich nach einiger Suche immerhin etwas, das mir Freude bereitet zu sehen: Ein Haus, dass aus dem Hochglanz-Mittelalter Stil oder hypermodernen Stil herausfällt.
Das war allerdings quasi schon alles an Dingen, die besonders aufregend sind, die ich in der Stadt gesehen habe.
Natürlich sollte man nicht vergessen, dass die Stadt eine Unzahl von Kirchen zu bieten hat. Vor den meisten Kirchen - wenn nicht sogar bei allen - steht eine Infotafel, die auf Litauisch und Englisch über die Geschichte der Kirche aufklärt.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang, auf dem ich leider deutlich weniger spannende Dinge gesehen habe, als erhofft, ging es für mich wieder zurück in Richtung Hostel.
Auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Kathedralenplatz, direkt vor meinem Hostel bin ich dann noch etwas herumgelaufen und habe mir eine große Portion Churros mit Oreo-Schokolade gekauft. Auch in Litauen gibt es etwas spanische Kultur.
Zurück im Hostel habe ich dann noch hauptsächlich etwas an meinem Laptop gearbeitet, bevor ich schlafen gegangen bin, um den nächsten Tag auf mich zukommen zu lassen.
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